Fünf Stadtteile, unterschiedliche gewachsene Strukturen und dennoch eine gemeinsame kommunalpolitische Ebene: Der Stadtbezirk Ricklingen bildet den räumlichen Schwerpunkt von Hannover-Südwest und umfasst Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum. Rund 46.000 Menschen leben in diesem Teil der Landeshauptstadt Hannover. Zwischen historischen Ortskernen, großen Wohnquartieren, Grün- und Erholungsflächen, Schulen, Vereinen und lokalen Zentren entstehen zahlreiche Themen, über die kommunalpolitisch entschieden wird. Bei der Kommunalwahl Hannover 2026 am 13. September 2026 können die Wahlberechtigten aus allen fünf Stadtteilen mitbestimmen, wie ihre unmittelbare politische Vertretung für die kommenden Jahre zusammengesetzt sein wird.
Wer sich mit der Kommunalwahl in Hannover-Südwest beschäftigt, sollte zunächst die räumlichen und politischen Zusammenhänge kennen. Der amtliche Name lautet Stadtbezirk 9 Ricklingen. Der häufig verwendete Begriff Hannover-Südwest beschreibt den geografischen Schwerpunkt dieser Website, ist aber nicht mit allen amtlichen Wahlgebieten identisch. Besonders wichtig wird dieser Unterschied bei der Ratswahl und der Wahl zur Regionsversammlung. Auf der Ebene des Stadtbezirks gehören hingegen Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum zusammen. Die fünf Stadtteile teilen zahlreiche kommunalpolitische Interessen, besitzen zugleich aber jeweils eine eigene Geschichte, Struktur und lokale Identität.
Inhaltsverzeichnis
- Der Stadtbezirk 9 Ricklingen im Überblick
- Was bedeutet Hannover-Südwest?
- Der Stadtteil Ricklingen
- Der Stadtteil Oberricklingen
- Der Stadtteil Mühlenberg
- Der Stadtteil Wettbergen
- Der Stadtteil Bornum
- Vom Dorf zum hannoverschen Stadtbezirk
- Wohnen, Freizeit und Naherholung
- Vereine, Initiativen und gesellschaftliches Engagement
- Kommunalpolitik unmittelbar vor Ort
- Stadtbezirk und Wahlbereiche sind nicht dasselbe
- Bedeutung der Kommunalwahl 2026 für den Stadtbezirk
Der Stadtbezirk 9 Ricklingen im Überblick
Die Landeshauptstadt Hannover ist in insgesamt 13 Stadtbezirke gegliedert. Einer davon ist der Stadtbezirk 9 Ricklingen im Südwesten der Stadt. Zu ihm gehören die fünf Stadtteile Bornum, Mühlenberg, Oberricklingen, Ricklingen und Wettbergen. Damit bildet der Stadtbezirk eine gemeinsame kommunalpolitische Einheit, obwohl sich die einzelnen Stadtteile in Größe, Bebauung, Geschichte und Bevölkerungsstruktur deutlich voneinander unterscheiden.
Der Stadtbezirk zählt rund 46.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Auf vergleichsweise engem Raum treffen ältere Wohnquartiere, ehemalige dörfliche Strukturen, Nachkriegsbebauung und größere Wohnsiedlungen aufeinander. Hinzu kommen Gewerbeflächen, Schulen, Sportanlagen, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie weitläufige Grünbereiche. Diese Vielfalt prägt die kommunalpolitischen Aufgaben und erklärt, warum Themen innerhalb des Stadtbezirkes nicht überall dieselben Schwerpunkte besitzen.
Für die Kommunalwahl in Ricklingen 2026 ist die gemeinsame Zugehörigkeit besonders wichtig: Alle Wahlberechtigten aus den fünf Stadtteilen wählen den Stadtbezirksrat Ricklingen. Das Gremium vertritt damit die Interessen des gesamten Stadtbezirkes und beschäftigt sich mit Angelegenheiten, die unmittelbar vor Ort von Bedeutung sind.
Hannover-Südwest und Stadtbezirk Ricklingen richtig unterscheiden
Der Begriff Hannover-Südwest eignet sich hervorragend, um die Lage von Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum innerhalb Hannovers zu beschreiben. Für die Kommunalwahl muss jedoch zwischen geografischen Bezeichnungen und amtlichen politischen Einteilungen unterschieden werden. Der offizielle Stadtbezirk heißt Stadtbezirk Ricklingen beziehungsweise Stadtbezirk 9.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil der Begriff Hannover-Südwest auch bei der Wahl zur Regionsversammlung auftaucht. Dort existiert tatsächlich ein amtlicher Regionswahlbereich 06 Hannover-Südwest. Dieser umfasst neben den fünf hier behandelten Stadtteilen zusätzlich Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd und Limmer. Der Regionswahlbereich ist somit größer als der Stadtbezirk Ricklingen.
Auch bei der Wahl zum Rat der Landeshauptstadt sind die Grenzen nicht vollständig identisch. Die Website verwendet Hannover-Südwest daher als verständlichen regionalen Schwerpunkt, erläutert bei den einzelnen Wahlen jedoch jeweils die korrekte amtliche Zuordnung.
Ricklingen: gewachsener Stadtteil mit langer Geschichte
Ricklingen gibt dem gesamten Stadtbezirk seinen Namen und gehört zu den historisch gewachsenen Stadtteilen Hannovers. Seine Geschichte reicht weit zurück. Das frühere Dorf Ricklingen wurde bereits im Jahr 1124 urkundlich erwähnt. Teile der historischen Entwicklung lassen sich noch heute beispielsweise rund um die Beekestraße und den Edelhof nachvollziehen. Im Jahr 1920 wurde Ricklingen nach Hannover eingemeindet.
Heute verbinden sich im Stadtteil unterschiedliche Wohnformen und städtische Strukturen. Eine besondere Bedeutung besitzen zugleich die nahe gelegenen Grün- und Erholungsgebiete. Die Ricklinger Kiesteiche gehören zu den bekannten Naherholungsbereichen im Südwesten Hannovers. Hinzu kommen Sport-, Freizeit- und Vereinsangebote sowie Einrichtungen, die Ricklingen auch für die umliegenden Stadtteile zu einem wichtigen lokalen Mittelpunkt machen.
Kommunalpolitische Fragen können hier beispielsweise Verkehrswege, öffentliche Einrichtungen, Grünanlagen, Schulstandorte, Sportangebote oder die weitere Entwicklung von Wohnquartieren betreffen. Damit wird deutlich, wie eng die alltägliche Entwicklung des Stadtteils mit den Entscheidungen auf Stadtbezirks- und Stadtebene verbunden ist.
Oberricklingen: Wohnen und Stadtentwicklung im Wandel
Oberricklingen bildet gemeinsam mit Ricklingen einen historisch eng verbundenen Teil des Stadtbezirkes. Auch Oberricklingen wurde im Jahr 1920 nach Hannover eingemeindet. Heute prägen unterschiedliche Wohnquartiere, öffentliche Einrichtungen und Verkehrsachsen den Stadtteil. Gleichzeitig spielt die Weiterentwicklung bestehender Wohngebiete eine wichtige Rolle.
Ein besonderes kommunales Thema ist die Stadterneuerung in Oberricklingen Nord-Ost. Dort werden im Rahmen städtischer Programme verschiedene Fragen der Quartiersentwicklung behandelt. Dazu können Wohnumfeld, öffentliche Räume, soziale Infrastruktur, Mobilität und die Zusammenarbeit mit Bewohnerinnen, Bewohnern und lokalen Akteuren gehören.
Solche Entwicklungen zeigen, dass Kommunalpolitik nicht nur aus großen gesamtstädtischen Entscheidungen besteht. Häufig geht es um konkrete Veränderungen im eigenen Quartier: Wie werden öffentliche Räume gestaltet? Welche Wege werden verbessert? Welche Einrichtungen benötigen Unterstützung? Genau diese Fragen machen die politische Arbeit im Stadtbezirk für die Menschen vor Ort unmittelbar sichtbar.
Mühlenberg: ein Stadtteil mit eigener städtebaulicher Geschichte
Mühlenberg unterscheidet sich in seiner Entstehung deutlich von den historisch älteren Stadtteilen des Stadtbezirkes. Das heutige Mühlenberg entstand im Wesentlichen als Großwohnsiedlung in den 1960er Jahren. Die damalige Stadtentwicklung schuf umfangreichen neuen Wohnraum und prägte das Erscheinungsbild des Stadtteils bis heute.
Zu den wichtigen Einrichtungen gehört die IGS Mühlenberg. Darüber hinaus besitzt der Stadtteil mit dem Mühlenberger Markt und weiteren Einrichtungen ein eigenes lokales Zentrum. Grünflächen und Wohnquartiere liegen eng nebeneinander. Gleichzeitig ist Mühlenberg seit Jahren ein Schwerpunkt der Stadterneuerung, bei der bauliche, soziale und infrastrukturelle Entwicklungen gemeinsam betrachtet werden.
Die Zukunft des Stadtteils hängt deshalb von einer Vielzahl kommunaler Entscheidungen ab. Wohnungsentwicklung, Bildungsangebote, öffentliche Räume, soziale Infrastruktur, Verkehrsanbindungen und die Qualität des Wohnumfeldes sind Themen, bei denen Stadtbezirk, Stadtverwaltung und gesamtstädtische Politik unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Wettbergen: vom eigenständigen Ort zum Stadtteil Hannovers
Wettbergen besitzt ebenfalls eine eigene historische Entwicklung. Anders als Ricklingen, Oberricklingen und Bornum wurde die ehemalige Gemeinde erst am 1. März 1974 im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform in die Landeshauptstadt Hannover eingegliedert. Die frühere Eigenständigkeit ist in der Struktur des Stadtteils teilweise bis heute erkennbar.
Wettbergen verbindet ältere gewachsene Bereiche mit später entstandenen Wohngebieten. Das Zentrum bietet Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen, während das Wettberger Holz zu den wichtigen Grün- und Erholungsräumen im Stadtbezirk gehört. Schulen, Sportvereine, öffentliche Einrichtungen und lokale Veranstaltungen tragen zusätzlich zur Identität des Stadtteils bei.
Kommunalpolitische Entscheidungen betreffen auch hier viele Bereiche des täglichen Lebens. Schulentwicklung, Verkehr, Wohnungsbau, öffentliche Räume, Freizeitangebote und die Pflege lokaler Infrastruktur können sowohl im Stadtbezirksrat als auch in den zuständigen Ausschüssen und im Rat der Landeshauptstadt eine Rolle spielen.
Bornum: kleiner Stadtteil mit besonderer Wahlzuordnung
Bornum ist der kleinste der fünf Stadtteile des Stadtbezirkes Ricklingen. Der Ort wurde ebenso wie Ricklingen und Oberricklingen bereits 1920 nach Hannover eingemeindet. Seine Struktur unterscheidet sich deutlich von den größeren benachbarten Wohnquartieren. Zu Bornum gehören Wohnbereiche ebenso wie Gewerbeflächen und wichtige Verkehrsverbindungen.
Für die Kommunalwahl Hannover 2026 besitzt Bornum eine Besonderheit, die auf dieser Website ausführlich berücksichtigt wird. Bei der Wahl zum Stadtbezirksrat gehört Bornum gemeinsam mit Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg und Wettbergen zum Stadtbezirk Ricklingen. Bei der Wahl des Rates der Landeshauptstadt Hannover ist der Stadtteil dagegen nicht dem Ratswahlbereich 9 Ricklingen zugeordnet.
Bornum gehört bei der Ratswahl zum Wahlbereich 11 Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Dadurch können auf dem Ratsstimmzettel andere Kandidierende zur Wahl stehen als in Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg und Wettbergen. Bei der Wahl zur Regionsversammlung befinden sich anschließend wieder alle fünf Stadtteile gemeinsam im Regionswahlbereich 06 Hannover-Südwest.
Unterschiedliche Wege in die Landeshauptstadt Hannover
Die Geschichte der fünf Stadtteile erklärt einen Teil ihrer heutigen Vielfalt. Ricklingen, Oberricklingen und Bornum wurden 1920 nach Hannover eingemeindet. Wettbergen folgte mehr als fünf Jahrzehnte später im Jahr 1974. Mühlenberg wiederum entstand erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als groß angelegtes neues Wohngebiet.
Damit treffen innerhalb eines einzigen Stadtbezirkes sehr unterschiedliche historische Ausgangslagen aufeinander. Frühere Dorfstrukturen stehen neben planmäßig entwickelten Wohnquartieren der Nachkriegszeit. Gerade diese Unterschiede prägen bis heute Fragen von Stadtentwicklung, Verkehr, Infrastruktur und lokaler Identität.
Der gemeinsame Stadtbezirk schafft eine politische Ebene, auf der Interessen aus allen fünf Stadtteilen zusammengeführt werden. Die Herausforderung besteht darin, gemeinsame Anliegen zu erkennen und gleichzeitig die besonderen Bedürfnisse einzelner Quartiere angemessen zu berücksichtigen.
Grünflächen, Naherholung und lokale Zentren prägen Hannover-Südwest
Der Stadtbezirk Ricklingen ist nicht ausschließlich durch Wohnbebauung geprägt. Zahlreiche Grün- und Erholungsflächen liegen in kurzer Entfernung zu den Wohnquartieren. Zu den bekannten Bereichen gehören die Ricklinger Kiesteiche, das Ricklinger Holz, das Wettberger Holz, parkartige Grünflächen am Mühlenberg sowie weitere kleinere Erholungsbereiche in den Stadtteilen.
Daneben verfügen die einzelnen Quartiere über verschiedene lokale Versorgungsangebote. Wochenmärkte und Stadtteilzentren übernehmen dabei wichtige Funktionen. Märkte finden unter anderem im Bereich der Wallensteinstraße am Butjerbrunnenplatz, am August-Holweg-Platz sowie am Mühlenberger Markt statt. Solche Orte dienen nicht nur der Versorgung, sondern häufig auch als Treffpunkte für das gesellschaftliche Leben.
Die Qualität dieser öffentlichen Räume hängt von zahlreichen kommunalen Entscheidungen ab. Sauberkeit, Grünpflege, Verkehrsführung, Barrierefreiheit, Ausstattung oder Nutzungsmöglichkeiten sind klassische Themen, bei denen Bürgerinnen und Bürger die Auswirkungen kommunalpolitischer Beschlüsse direkt erleben.
Vereine und Initiativen verbinden die fünf Stadtteile
Sportvereine, kulturelle Einrichtungen, soziale Initiativen, Kirchengemeinden und ehrenamtliche Gruppen leisten einen wichtigen Beitrag zum Leben im Stadtbezirk Ricklingen. Die Landeshauptstadt hebt ausdrücklich die große Zahl von Vereinen, kulturellen Aktivitäten und sozialen Initiativen sowie das ausgeprägte bürgerschaftliche Engagement im Stadtbezirk hervor.
Die Förderung lokaler Vereine und Projekte gehört zugleich zu den Bereichen, bei denen der Stadtbezirksrat eigene Handlungsmöglichkeiten besitzt. Dadurch besteht eine direkte Verbindung zwischen ehrenamtlichem Engagement und Kommunalpolitik. Finanzielle Unterstützung für ein Projekt, die Nutzung öffentlicher Räume oder Fragen rund um Veranstaltungen können auf der Ebene des Stadtbezirkes eine konkrete Bedeutung bekommen.
Auch Integration und gesellschaftliches Zusammenleben gehören zu den wichtigen Themen. Der Stadtbezirk verfügt unter anderem über einen Integrationsbeirat Ricklingen, dessen Sitzungen öffentlich stattfinden. Solche Strukturen ergänzen die gewählten politischen Gremien und ermöglichen weiteren Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Menschen vor Ort.
Kommunalpolitik beginnt direkt im eigenen Stadtteil
Die politische Vertretung für den gesamten Stadtbezirk übernimmt der Stadtbezirksrat Ricklingen. Er beschäftigt sich mit Angelegenheiten, deren Bedeutung im Wesentlichen auf den Stadtbezirk begrenzt ist, und wird bei übergeordneten Entscheidungen angehört, wenn diese die fünf Stadtteile betreffen. Das Gremium besteht aus 21 Mitgliedern und wird alle fünf Jahre bei der Kommunalwahl neu gewählt.
Die Sitzungen des Stadtbezirksrates sind öffentlich. Außerdem steht regelmäßig eine Einwohnerinnen- und Einwohnerfragestunde auf der Tagesordnung. Bewohnerinnen und Bewohner können dort Fragen und Anliegen aus Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen oder Bornum ansprechen. Kommunalpolitische Beteiligung endet damit nicht am Wahlsonntag.
Ergänzt wird diese politische Struktur durch das Stadtbezirksmanagement Ricklingen. Es bildet eine Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, Stadtbezirkspolitik und den Akteuren vor Ort. Ziel ist es unter anderem, Anliegen an die richtigen Stellen weiterzuleiten, Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und bei komplexen Themen verschiedene Beteiligte zusammenzubringen.
Warum Stadtbezirk und Wahlbereich nicht verwechselt werden sollten
Für die Kommunalwahl Hannover 2026 ist eine Besonderheit der hannoverschen Wahlorganisation wichtig: Ein Stadtbezirk ist nicht automatisch mit einem Ratswahlbereich oder einem Regionswahlbereich identisch. Diese unterschiedlichen Gebietsaufteilungen bestimmen, welche Kandidierenden bei den jeweiligen Wahlen auf dem persönlichen Stimmzettel stehen.
Beim Stadtbezirksrat Ricklingen bilden Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum eine gemeinsame Einheit. Bei der Ratswahl gehören Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg und Wettbergen zum Wahlbereich 9 Ricklingen. Bornum ist dagegen dem Wahlbereich 11 Ahlem-Badenstedt-Davenstedt zugeordnet.
Bei der Wahl zur Regionsversammlung liegen wiederum alle fünf Stadtteile im Wahlbereich 06 Hannover-Südwest. Dort gehören zusätzlich Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd und Limmer zum Wahlgebiet. Wer diese Unterschiede kennt, kann leichter nachvollziehen, warum je nach Wahl unterschiedliche Kandidierende auf den Stimmzetteln erscheinen.
Was die Kommunalwahl 2026 für den Stadtbezirk Ricklingen bedeutet
Am 13. September 2026 können Wahlberechtigte aus allen fünf Stadtteilen Einfluss auf mehrere politische Ebenen nehmen. Besonders unmittelbar ist die Wahl des Stadtbezirksrates Ricklingen. Seine Mitglieder beschäftigen sich in der kommenden Wahlperiode mit vielen Themen, die direkt das Wohnumfeld und das gesellschaftliche Leben im Stadtbezirk betreffen.
Gleichzeitig entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über den Rat der Landeshauptstadt Hannover, die Regionsversammlung sowie die direkt gewählten Spitzenämter von Stadt und Region. Kommunalpolitische Entscheidungen greifen dabei ineinander: Ein Vorhaben kann zunächst im Stadtbezirk diskutiert werden, anschließend aber eine gesamtstädtische Entscheidung oder die Finanzierung durch andere Gremien erfordern.
Für die Menschen in Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum lohnt es sich deshalb, nicht nur die Kandidierenden zu kennen, sondern auch zu verstehen, auf welcher politischen Ebene über welche Themen entschieden wird. So können die eigenen Stimmen am Wahltag gezielter eingesetzt werden.
Hannover-Südwest gemeinsam politisch mitgestalten
Die fünf Stadtteile des Stadtbezirkes besitzen jeweils ihren eigenen Charakter. Gemeinsam bilden sie jedoch einen wichtigen Teil der Landeshauptstadt Hannover. Schulen, Verkehr, öffentliche Einrichtungen, Grünflächen, Wohnen, soziale Angebote, Kultur und Vereinsleben sind Beispiele für Bereiche, in denen kommunalpolitische Entscheidungen die weitere Entwicklung beeinflussen können.
Nutzen Sie die Kommunalwahl am 13. September 2026, um die Zukunft Ihres Stadtbezirkes mitzugestalten. Informieren Sie sich über die Kandidierenden, die unterschiedlichen Wahlbereiche und die Aufgaben der politischen Gremien. Ob Sie in Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen oder Bornum wohnen: Ihre Stimmen tragen dazu bei, wie die Interessen von Hannover-Südwest in den kommenden Jahren politisch vertreten werden.
Häufige Fragen zum Stadtbezirk Ricklingen
Welche Stadtteile gehören zum Stadtbezirk Ricklingen?
Zum Stadtbezirk Ricklingen gehören Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum. Die fünf Stadtteile bilden gemeinsam den Stadtbezirk 9 der Landeshauptstadt Hannover.
Ist Hannover-Südwest der offizielle Name des Stadtbezirkes?
Nein. Der amtliche Name lautet Stadtbezirk Ricklingen beziehungsweise Stadtbezirk 9 Ricklingen. Hannover-Südwest ist eine geografische Bezeichnung und zugleich Bestandteil des amtlichen Namens eines größeren Regionswahlbereiches.
Wie viele Menschen leben im Stadtbezirk Ricklingen?
Im Stadtbezirk Ricklingen leben rund 46.000 Menschen. Die Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf die fünf Stadtteile Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum.
Welcher Stadtteil gibt dem Stadtbezirk seinen Namen?
Der Stadtteil Ricklingen ist Namensgeber des Stadtbezirkes. Zum Stadtbezirk gehören darüber hinaus Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum.
Wann wurden Ricklingen und Oberricklingen nach Hannover eingemeindet?
Ricklingen und Oberricklingen wurden im Jahr 1920 nach Hannover eingemeindet. Im selben Jahr wurde auch Bornum Bestandteil der Landeshauptstadt Hannover.
Seit wann gehört Wettbergen zu Hannover?
Die frühere Gemeinde Wettbergen wurde am 1. März 1974 in die Landeshauptstadt Hannover eingegliedert. Heute ist Wettbergen einer der fünf Stadtteile des Stadtbezirkes Ricklingen.
Wann entstand der Stadtteil Mühlenberg?
Mühlenberg entstand im Wesentlichen in den 1960er Jahren als groß angelegte neue Wohnsiedlung. Damit unterscheidet sich seine Entstehung deutlich von den historisch gewachsenen Stadtteilen des Stadtbezirkes.
Wählen alle fünf Stadtteile denselben Stadtbezirksrat?
Ja. Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum wählen gemeinsam den Stadtbezirksrat Ricklingen. Das Gremium vertritt den gesamten Stadtbezirk.
Gehört Bornum bei allen Kommunalwahlen zum Wahlbereich Ricklingen?
Nein. Bei der Stadtbezirksratswahl gehört Bornum zum Stadtbezirk Ricklingen, bei der Ratswahl jedoch zum Wahlbereich 11 Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Bei der Regionswahl gehört Bornum wiederum gemeinsam mit den anderen vier Stadtteilen zum Wahlbereich 06 Hannover-Südwest.
Wie können sich Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk politisch einbringen?
Neben der Teilnahme an der Kommunalwahl können Bürgerinnen und Bürger öffentliche Sitzungen des Stadtbezirksrates besuchen und die Einwohnerinnen- und Einwohnerfragestunde nutzen. Darüber hinaus bieten Vereine, Initiativen, Integrationsbeirat und weitere Beteiligungsangebote Möglichkeiten, sich für den Stadtbezirk zu engagieren.