Ergebnisse, Sitzverteilung und Wahlbeteiligung im neuen Stadtrat im Überblick.
Die Ratswahl in Hannover 2026 ist ausgezählt. Nach dem vorläufigen Endergebnis sind Bündnis 90/Die Grünen mit 28,4 Prozent stärkste politische Kraft im Rat der Landeshauptstadt Hannover. Die SPD erreicht 23,0 Prozent und folgt auf Platz zwei. Dahinter liegen die CDU mit 15,0 Prozent, Die Linke mit 12,0 Prozent und die AfD mit 11,0 Prozent. Insgesamt wurden am 13. September 2026 64 Ratsmitglieder gewählt.
Alle 478 Wahlbezirke der Landeshauptstadt sind ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,3 Prozent und damit auf einem hohen Niveau. Das veröffentlichte Ergebnis ist weiterhin vorläufig. Auch die ausgewiesene Sitzverteilung steht noch unter dem Vorbehalt der endgültigen Feststellung des Wahlergebnisses. Nach Angaben im Ergebnisportal ist außerdem noch ein Losentscheid erforderlich.
Ergebnis der Ratswahl Hannover 2026
Die Grünen gehen mit deutlichem Vorsprung als stärkste Kraft aus der Wahl hervor. Sie erreichen 28,4 Prozent der Stimmen. Die SPD folgt mit 23,0 Prozent. Zwischen beiden Parteien liegen damit 5,4 Prozentpunkte.
Die CDU kommt auf 15,0 Prozent und wird drittstärkste Kraft. Dahinter folgen Die Linke mit 12,0 Prozent und die AfD mit 11,0 Prozent. Damit erreichen fünf Parteien einen zweistelligen Stimmenanteil.
Die FDP erhält 3,3 Prozent. Volt erreicht 2,1 Prozent, das BSW 1,6 Prozent und DIE HANNOVERANER 1,5 Prozent. Weitere Wahlvorschläge bleiben jeweils unter einem Prozent.
| Partei / Wahlvorschlag | Stimmenanteil | Sitze |
|---|---|---|
| Bündnis 90/Die Grünen | 28,4 % | 18 |
| SPD | 23,0 % | 15 |
| CDU | 15,0 % | 10 |
| Die Linke | 12,0 % | 8 |
| AfD | 11,0 % | 7 |
| FDP | 3,3 % | 2 |
| Volt | 2,1 % | 1 |
| BSW | 1,6 % | 1 |
| DIE HANNOVERANER | 1,5 % | 1 |
| Die PARTEI | 0,9 % | 1 |
| Piraten | 0,6 % | 0 |
| DAVA | 0,4 % | 0 |
| FREIE WÄHLER | 0,1 % | 0 |
| PdH | 0,0 % | 0 |
| BIG | 0,0 % | 0 |
| Daniel Schult, Einzelbewerber | 0,0 % | 0 |
64 Sitze im neuen Rat der Landeshauptstadt Hannover
Das Wahlergebnis entscheidet darüber, wie die 64 gewählten Sitze im Rat der Landeshauptstadt Hannover verteilt werden. Nach dem derzeit veröffentlichten Stand erhalten die Grünen 18 Mandate und stellen damit die größte Gruppe der gewählten Ratsmitglieder.
Die SPD erhält 15 Sitze. Auf die CDU entfallen zehn Mandate. Die Linke zieht mit acht Ratsmitgliedern ein, die AfD mit sieben. Die FDP erhält zwei Sitze.
Jeweils ein Mandat entfällt auf Volt, BSW, DIE HANNOVERANER und Die PARTEI. Damit sind nach dem vorläufigen Ergebnis insgesamt zehn Parteien beziehungsweise Wahlvorschläge mit mindestens einem Mandat im neu gewählten Rat vertreten.
Grüne gewinnen die Ratswahl deutlich vor der SPD
Die Reihenfolge an der Spitze ist eindeutig: Mit 28,4 Prozent liegen die Grünen mehr als fünf Prozentpunkte vor der SPD. Für die politische Zusammensetzung des neuen Rates bedeutet dies, dass keine Partei auch nur annähernd allein über eine Mehrheit verfügt.
Für künftige Entscheidungen im Rat werden deshalb weiterhin Mehrheiten über Parteigrenzen hinweg notwendig sein. Welche politischen Gruppen, Kooperationen oder wechselnden Mehrheiten sich nach der Wahl bilden, ist durch das Wahlergebnis selbst noch nicht entschieden.
Der Stadtrat entscheidet in den kommenden Jahren über zahlreiche wichtige Themen der Landeshauptstadt. Dazu gehören unter anderem Stadtentwicklung, Wohnen, Schulen und Kindertagesstätten, Verkehr, Klimaschutz, Kultur, Sport, kommunale Finanzen und öffentliche Einrichtungen.
Die Linke und die AfD erreichen zweistellige Ergebnisse
Auffällig ist auch das Abschneiden der Parteien hinter Grünen, SPD und CDU. Die Linke erreicht 12,0 Prozent und erhält nach der vorläufigen Sitzverteilung acht Mandate. Damit wird sie viertstärkste Kraft im Rat.
Die AfD kommt auf 11,0 Prozent und erhält sieben Sitze. Auch sie erreicht damit einen zweistelligen Stimmenanteil.
Gemeinsam kommen CDU, Linke und AfD auf 25 der 64 gewählten Ratsmandate. Die Zusammensetzung des neuen Rates ist damit deutlich auf mehrere größere politische Gruppen verteilt.
FDP erhält zwei Sitze, vier weitere Wahlvorschläge jeweils ein Mandat
Die FDP erreicht 3,3 Prozent und erhält zwei Ratsmandate. Unterhalb dieser Marke schaffen vier weitere Wahlvorschläge nach dem vorläufigen Stand den Einzug in den Rat.
Volt erreicht 2,1 Prozent, das BSW 1,6 Prozent und DIE HANNOVERANER 1,5 Prozent. Die PARTEI erzielt 0,9 Prozent. Für jeden dieser vier Wahlvorschläge wird derzeit jeweils ein Sitz ausgewiesen.
Dass auch Wahlvorschläge mit vergleichsweise kleinen Stimmenanteilen Mandate erhalten können, gehört zu den Besonderheiten des niedersächsischen Kommunalwahlrechts. Bei Kommunalwahlen gibt es keine allgemeine Fünf-Prozent-Hürde wie bei vielen anderen Wahlen.
Wahlbeteiligung erreicht 63,3 Prozent
Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis ist die Wahlbeteiligung von 63,3 Prozent. Damit beteiligte sich eine deutliche Mehrheit der Wahlberechtigten an der Wahl des neuen Rates.
Die hohe Beteiligung betrifft einen Wahltag, an dem die Menschen in Hannover gleich mehrere Entscheidungen treffen konnten. Neben dem Rat wurden die 13 Stadtbezirksräte und die Regionsversammlung gewählt. Außerdem fanden die Direktwahlen für das Oberbürgermeisteramt sowie die Regionspräsidentschaft statt.
Für die Ratswahl standen den Wahlberechtigten jeweils drei Stimmen zur Verfügung. Diese konnten einem Wahlvorschlag oder einzelnen Kandidierenden gegeben beziehungsweise auf verschiedene Wahlvorschläge und Personen verteilt werden.
Was bedeutet das Ergebnis für Hannover-Südwest?
Auch die Stimmen aus Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum sind Teil dieses stadtweiten Ergebnisses. Der neu gewählte Rat trifft Entscheidungen für die gesamte Landeshauptstadt und damit ebenso für die Stadtteile in Hannover-Südwest.
Während der Stadtbezirksrat Ricklingen besonders nah an den örtlichen Themen der fünf Stadtteile arbeitet, entscheidet der Rat über gesamtstädtische Fragen. Viele Vorhaben betreffen dabei unmittelbar die Stadtteile – etwa Investitionen in Schulen und Kitas, Verkehrsprojekte, Stadtentwicklung, Wohnungsbau, Sportstätten und kommunale Einrichtungen.
Für Bornum besteht bei der Ratswahl zwar eine andere Wahlbereichszuordnung als für Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg und Wettbergen. Nach der Wahl sitzen jedoch alle gewählten Ratsmitglieder gemeinsam im Rat der Landeshauptstadt Hannover und entscheiden über Angelegenheiten der gesamten Stadt.
Das Ergebnis ist noch vorläufig
Wichtig ist die Bezeichnung als vorläufiges Endergebnis. Zwar liegen die Ergebnisse sämtlicher 478 Wahlbezirke vor, die Wahl ist damit aber noch nicht formell endgültig festgestellt.
Die Wahlunterlagen und Ergebnisse werden nach dem Wahlabend geprüft. Anschließend erfolgt die amtliche Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses durch die zuständigen Wahlorgane.
Auch die derzeit veröffentlichte Sitzverteilung steht deshalb noch unter Vorbehalt. Im Ergebnisportal wird zudem darauf hingewiesen, dass noch ein Losentscheid erforderlich ist. Bis zur endgültigen Feststellung sollten die angegebenen Mandatszahlen daher als vorläufig betrachtet werden.
Ein neu zusammengesetzter Rat für Hannover
Mit dem Ergebnis der Ratswahl Hannover 2026 ist die politische Zusammensetzung des wichtigsten gewählten kommunalen Gremiums der Landeshauptstadt für die kommende Wahlperiode weitgehend erkennbar. Die Grünen gehen als stärkste Kraft aus der Wahl hervor, gefolgt von SPD und CDU.
Mit Linken und AfD erreichen gleichzeitig zwei weitere Parteien zweistellige Ergebnisse. Hinzu kommen FDP sowie mehrere kleinere Wahlvorschläge mit einzelnen Mandaten. Damit wird der neue Rat politisch breit zusammengesetzt sein.
Die konkrete politische Zusammenarbeit beginnt allerdings erst nach der Wahl. Parteien und Ratsmitglieder müssen in den kommenden Wochen und Monaten Mehrheiten für einzelne Vorhaben, Haushaltsentscheidungen und politische Programme finden.
Für Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum wird entscheidend sein, wie die Interessen der Stadtteile in diesen gesamtstädtischen Entscheidungen berücksichtigt werden.
Die wichtigsten Ergebnisse der Ratswahl Hannover 2026
Welche Partei hat die Ratswahl Hannover 2026 gewonnen?
Bündnis 90/Die Grünen sind mit 28,4 Prozent stärkste Kraft geworden. Nach der vorläufigen Sitzverteilung erhalten sie 18 der 64 gewählten Ratsmandate.
Wie stark ist die SPD bei der Ratswahl?
Die SPD erreicht 23,0 Prozent der Stimmen. Damit wird sie zweitstärkste Kraft und erhält nach dem derzeitigen Stand 15 Sitze.
Wie hat die CDU bei der Ratswahl Hannover abgeschnitten?
Die CDU erreicht 15,0 Prozent und zehn Sitze. Sie liegt damit auf dem dritten Platz.
Wie viele Sitze erhält Die Linke?
Die Linke erreicht 12,0 Prozent und erhält vorläufig acht Mandate.
Wie viele Sitze erhält die AfD?
Die AfD erreicht 11,0 Prozent und erhält nach dem vorläufigen Ergebnis sieben Sitze.
Wie viele Sitze hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover?
Bei der Kommunalwahl 2026 wurden 64 Ratsmitglieder gewählt.
Wie hoch war die Wahlbeteiligung?
Die Wahlbeteiligung bei der Ratswahl Hannover 2026 beträgt 63,3 Prozent.
Sind bereits alle Wahlbezirke ausgezählt?
Ja. Die Ergebnisse aller 478 Wahlbezirke liegen vor. Trotzdem handelt es sich noch um ein vorläufiges Endergebnis.
Ist die Sitzverteilung bereits endgültig?
Nein. Die veröffentlichte Sitzverteilung ist vorläufig. Die endgültige Feststellung des Wahlergebnisses steht noch aus und nach dem derzeitigen Stand ist außerdem noch ein Losentscheid erforderlich.
Welche Bedeutung hat der Rat für Hannover-Südwest?
Der Rat entscheidet über gesamtstädtische Angelegenheiten, die auch Ricklingen, Oberricklingen, Mühlenberg, Wettbergen und Bornum unmittelbar betreffen. Dazu gehören beispielsweise Stadtentwicklung, Schulen, Verkehr, Wohnen und kommunale Investitionen.